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Das Krafttraining für Mannschaften sowie Athleten ist eine Thema, das mich schon seit längerem stark beschäftigt. Jeden Tag komme ich in Situationen in denen ich mir die Frage stelle ob und welche Methoden diverse Profi und Amateure Mannschaften bzgl. Krafttraining bzw. das Training mit Gewichten, in ihr Training implementieren.

 

 

Lisa MAKAS - Österreichisches Fußball-Nationalteam
Crossfit WN Athlet

 

Dann bin ich über folgendes Interview des Strength Sensei Charles Poliquin bzgl. des Krafttrainings im Profifußball gestoßen:

https://www.moritzmatzen.com/liegt-krafttraining-im-fussball-40-jahre-zurueck/

 

Oft extrem in seinen Ansichten, denke ich aber, dass Herr Poliquin in diesem Punkt völlig richtig liegt. Warum sollte sich das Krafttraining eines Eishockey/Football- Spielers so stark von dem eines Fußballspielers unterscheiden? Natürlich gibt es Unterschiede in der körperlichen Belastung dieser Sportarten und das sportart-spezifische Training sollte immer den Großteil des Trainings ausmachen. Aber die körperliche Grundkonditionierung ist die Ausgangsbasis eines jeden Athleten.

Muskeln kontrahieren, Muskeln können eine Person sowie Gegenstände (z.B. Fußbälle) bewegen. Sind diese Muskeln stärker ausgeprägt können sie dies schneller, stärker machen. Sie bewegen den Körper schneller von A nach B,  können den Ball härter auf das Tor schießen!

Ballsportarten sind sehr Skill geprägt, sprich man muss sehr viele Fähigkeiten am Ball lernen, üben, trainieren und perfektionieren. Jedoch wird wohl keiner widersprechen wenn man behauptet, dass die körperliche Fitness  die Ausgangsbasis jeder Sportart darstellt. Über die Definition Fitness kann man lang philosophieren, es werden jedoch diesbezüglich jedes mal Attribute wie Kraft, Ausdauer und Geschwindigkeit genannt. Wenn man dies auf das Training mit Gewichten umlegt stellt sich für Athleten meist folgendes Problem:

„Ich darf nicht zu viel mit Gewichten trainieren, das macht mich schwerer, langsam und ich verliere meine Spritzigkeit“

Hierzu ein Bsp:

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Adrian Peterson,  Running Back der Minnesota Vikings und momentan wsl. der beste Spieler auf dieser Position

185 cm groß, 95kg Körpergewicht – Unterscheidet sich in Gewicht und Körperstatur vermutlich von sehr vielen anderen europäischen Ballsport -Athleten

 

Bei der NFL Combine 2007 (quasi ein Tauglichkeitstest für angehende NFL Spieler) konnte er unter anderem folgende Zahlen vorweisen:

40 yard Dash: 4,4 Sek.

3 Cone Drill: 7,09 Sek

vertical Jump: 96cm

broad jump: 322 cm

 

Wenn man sich etwas damit beschäftigt und mit diesen Zahlen etwas anfangen kann, wird man erkennen, dass es sich hierbei um einen Athleten handelt, dem man wohl kaum Mängel in Geschwindigkeit, Explosivität und  Beweglichkeit vorwerfen könnte. Dass dieser Athlet die eine oder andere Minute in der Kraftkammer verbringt, wird niemanden überraschen!

 

Fazit:

Ballsportarten sind kein Ausdauersport – man läuft nicht 60 min durchgehend locker in einem gleichmäßigen Tempo. Kurze intensive Phasen wechseln sich mit kurzen Regenerationsphasen ab. Kein lockerer 60 Minutenlauf bereitet einen Athleten darauf vor. Und doch wird genauso trainiert….gepaart mit fancy Hi Tech damit man alles ein wenig teurer und wissenschaftlicher macht und einem BOSU Ball auf dem man mit wenig Gewicht schlechte Kniebeugen macht! Krafttraining wird grob unterschätzt – das Training mit Gewichten macht nicht schwer und träge, sondern explosiv und stark – und irgendwann wird diese Erkenntnis auch nach Österreich gelangen!