fbpx

03

JÄNNER 2018

Schwierigkeit: einfach
Dauer: 8 Minuten
Thema: Motivation, Training

AUTOR: Thomas Barisich

Als ehemaliger Polizist und Leistungssportler hat sich Thomas 2013 entschlossen, das Crossfit WN zu eröffnen. Seitdem konnte er einige Erfolge sowohl als Athlet als auch als Coach verbuchen und darf sich zum Kreis der Top – Crossfit Athleten in Österreich zählen. Weiters ist Thomas für den sportlichen Ablauf der Hypertrophy zuständig.

Motivation – und warum du nicht auf sie vertrauen solltest

Jedes Jahr aufs Neue!

Neujahrsvorsätze, Montage, Monatsanfänge – Tage an denen man sich viel vornimmt. Seine Ernährung verbessern, mit Sport anfangen, gewisse Dinge erledigen. An solchen Tagen kann man motiviert in das Vorhaben starten. Oft ist es jedoch das gleiche Resultat: die Motivation lässt nach, die Tage vergehen und irgendwann hat man sein Vorhaben wieder verworfen.

Neben einer falschen unrealistischen Zielsetzung die einem schnell aufzeigt, dass man sein Ziel nicht erreichen wird, spielt Motivation und das Vertrauen darauf motiviert zu bleiben, eine große Rolle. Oft eine falsche Rolle die für einen Abbruch verantwortlich ist.

Was ist Motivation?

Motivation ist, ganz simpel betrachtet, eine Emotion durch die eine Verhalten oder Handeln ausgelöst oder in Gang gesetzt wird. Sprich Motivation ist der Hauptfaktor, warum man sich entscheidet etwas zu beginnen. In der Psychologie unterscheidet man 2 Arten von Motivation:

  • intrinsische Motivation: hierbei spielt die Handlung an sich die größte Rolle. Neugier, Spaß, Interesse sind der Antrieb um etwas zu tun. Man ist herausgefordert oder man macht es einfach gern
  • extrinsische Motivation: die Ausführung der Handlung ist hier an ein Ergebnis geknüpft. Man erwartet sich durch die Handlung eine Belohnung oder versucht eine Bestrafung zu vermeiden

Im Optimalfall wird euer Vorhaben oder eure Zielsetzung eine Kombination aus beiden Bereichen beinhalten. Ihr seid motiviert weil ihr ein Ziel erreichen wollt und der Weg dahin macht euch Spaß.

Aber selbst im Optimalfall ist es nicht immer ganz so einfach, wie es die Literatur beschreibt. Speziell in unserem Falle (das Thema Fitness/Gesundheit/Sport) ist das Ziel und der Weg dahin begleitet von “Hindernissen”. Man könnte es als Sidequest bezeichnen, neben den Zielen die man mehr oder weniger bewusst als Hauptziel gewählt hat (Familie/Liebe/Glück/Arbeit etc.). Vorrangige Ereignisse beeinflussen unseren Energiehaushalt, unsere Stimmung und unsere Motivation.

Man kann sich nun damit beschäftigen, wie man die Motivation aufrecht erhält. Und oft funktioniert es. Externe Einflüsse wie Videos, Musik, Wetter, Umfeld helfen uns kurzfristig die Motivation aufrecht zu erhalten. Leider gibt es aufgrund der sekundären Zielsetzung folgendes Problem – die Motivation bleibt oft eine kurzfristige Emotion und Dinge die ich mir vorgenommen habe, aber nicht primär in meine Leben integriert sind, werden fallen gelassen, als nicht mehr wichtig erachtet und willkürlich oder unwillkürlich abgebrochen.

JEDER kennt diesen Vorgang.

Wie plane ich mein Ziel zu erreichen?

Wie kann ich dem nun entkommen. Wie halte ich meine Motivation aufrecht – und noch viel wichtiger: was mache ich wenn ich nicht motiviert bin? Hierfür gibt es vermutlich tausend Ansätze. Ich versuche meinen niederzuschreiben:

  1. Ich definiere mein Ziele und mache mir die Motivation dahinter bewusst. Was ist die Belohnung? Wie komme ich dorthin? Gibt es einen alternativen Weg, der mehr Spaß macht.
  2. Nach der Zieldefinition plane ich meinen Weg und setze mir Zwischenziele um einen Überblick zu behalten ob ich auch den Weg einhalte.
  3. Ich starte die Umsetzung. Obwohl es nicht meine primäres Lebensziel ist, behandle ich es ähnlich und versuche es dauerhaft in meine Leben zu integrieren.
  4. Der mühsamste Teil: DIe Motivation sinkt!! Ich versuche es jedoch genauso zu behandeln wie meine primären Ziele. Ich mache es einfach. Genauso wie ich arbeiten gehe obwohl heut ein scheiß Tag ist, genauso wie ich aufstehe obwohl ich noch lieber im Bett bleiben mag ….. man macht jeden Tag DInge die man nicht machen mag – aber man macht sie (ob das gut ist, ist ein anderes Thema). Weil man sich mal ein Ziel gesetzt hat. Primäre Aufgaben haben eine wichtige Eigenschaft die Motivation nie bieten kann: man macht sie, unabhängig der emotionalen Lage oder Stabilität. Man macht sie weil man sie immer macht. Man macht sie weil man eine Gewohnheit aufgebaut hat.

Vertraue nicht auf Motivation – baue neue Gewohnheiten auf

Motivation kann eine tolle Sache sein. In dieser Phase des Jahres gibt es unglaublich viel Motivation. Aber man sollte sich nicht darauf verlassen. Denn sie ist eine Emotion – und wie viele andere Emotionen ist sie bald wieder weg, dann mal wieder da, dann mal wieder weg.

Versucht man jedoch sein Ziel unabhängig dieser Emotion zu betrachten, hat man eine Gewohnheit aufgebaut. Kein Mensch ist immer motiviert und mag jeden Tag das machen, was man machen müsste, um sein Ziel zu erreichen. Aber sich ausschließlich davon leiten zu lassen, führt dazu, dass man sein Ziel nicht erreichen wird.

Also…….wenn ihr in einem Monat nicht mehr motiviert seid, Sport zu machen, abzunehmen, zuzunehmen, ordentlicher zu sein, mehr zu machen, mehr relaxen…..was auch immer. Denkt über das Ziel nach – wenn ihr weiterhin der Meinung seid dass das Ziel eine Rolle spielt, dann macht was. Egal ob es euch grad passt oder nicht!

Baut Gewohnheiten auf, fragt euch gar nicht ob ihr grad Lust drauf habt. Emotionen kommen und gehen. Ergebnisse bleiben.

03

DEZEMBER 2017

Schwierigkeit: einfach
Dauer: 8 Minuten
Thema: Motivation, Training

Motivation – und warum du nicht auf sie vertrauen solltest

Jedes Jahr aufs Neue!

Neujahrsvorsätze, Montage, Monatsanfänge – Tage an denen man sich viel vornimmt. Seine Ernährung verbessern, mit Sport anfangen, gewisse Dinge erledigen. An solchen Tagen kann man motiviert in das Vorhaben starten. Oft ist es jedoch das gleiche Resultat: die Motivation lässt nach, die Tage vergehen und irgendwann hat man sein Vorhaben wieder verworfen.

Neben einer falschen unrealistischen Zielsetzung die einem schnell aufzeigt, dass man sein Ziel nicht erreichen wird, spielt Motivation und das Vertrauen darauf motiviert zu bleiben, eine große Rolle. Oft eine falsche Rolle die für einen Abbruch verantwortlich ist.

Was ist Motivation?

Motivation ist, ganz simpel betrachtet, eine Emotion durch die eine Verhalten oder Handeln ausgelöst oder in Gang gesetzt wird. Sprich Motivation ist der Hauptfaktor, warum man sich entscheidet etwas zu beginnen. In der Psychologie unterscheidet man 2 Arten von Motivation:

  • intrinsische Motivation: hierbei spielt die Handlung an sich die größte Rolle. Neugier, Spaß, Interesse sind der Antrieb um etwas zu tun. Man ist herausgefordert oder man macht es einfach gern
  • extrinsische Motivation: die Ausführung der Handlung ist hier an ein Ergebnis geknüpft. Man erwartet sich durch die Handlung eine Belohnung oder versucht eine Bestrafung zu vermeiden

Im Optimalfall wird euer Vorhaben oder eure Zielsetzung eine Kombination aus beiden Bereichen beinhalten. Ihr seid motiviert weil ihr ein Ziel erreichen wollt und der Weg dahin macht euch Spaß.

Aber selbst im Optimalfall ist es nicht immer ganz so einfach, wie es die Literatur beschreibt. Speziell in unserem Falle (das Thema Fitness/Gesundheit/Sport) ist das Ziel und der Weg dahin begleitet von “Hindernissen”. Man könnte es als Sidequest bezeichnen, neben den Zielen die man mehr oder weniger bewusst als Hauptziel gewählt hat (Familie/Liebe/Glück/Arbeit etc.). Vorrangige Ereignisse beeinflussen unseren Energiehaushalt, unsere Stimmung und unsere Motivation.

Man kann sich nun damit beschäftigen, wie man die Motivation aufrecht erhält. Und oft funktioniert es. Externe Einflüsse wie Videos, Musik, Wetter, Umfeld helfen uns kurzfristig die Motivation aufrecht zu erhalten. Leider gibt es aufgrund der sekundären Zielsetzung folgendes Problem – die Motivation bleibt oft eine kurzfristige Emotion und Dinge die ich mir vorgenommen habe, aber nicht primär in meine Leben integriert sind, werden fallen gelassen, als nicht mehr wichtig erachtet und willkürlich oder unwillkürlich abgebrochen.

JEDER kennt diesen Vorgang.

Wie plane ich mein Ziel zu erreichen?

Wie kann ich dem nun entkommen. Wie halte ich meine Motivation aufrecht – und noch viel wichtiger: was mache ich wenn ich nicht motiviert bin? Hierfür gibt es vermutlich tausend Ansätze. Ich versuche meinen niederzuschreiben:

  1. Ich definiere mein Ziele und mache mir die Motivation dahinter bewusst. Was ist die Belohnung? Wie komme ich dorthin? Gibt es einen alternativen Weg, der mehr Spaß macht.
  2. Nach der Zieldefinition plane ich meinen Weg und setze mir Zwischenziele um einen Überblick zu behalten ob ich auch den Weg einhalte.
  3. Ich starte die Umsetzung. Obwohl es nicht meine primäres Lebensziel ist, behandle ich es ähnlich und versuche es dauerhaft in meine Leben zu integrieren.
  4. Der mühsamste Teil: DIe Motivation sinkt!! Ich versuche es jedoch genauso zu behandeln wie meine primären Ziele. Ich mache es einfach. Genauso wie ich arbeiten gehe obwohl heut ein scheiß Tag ist, genauso wie ich aufstehe obwohl ich noch lieber im Bett bleiben mag ….. man macht jeden Tag DInge die man nicht machen mag – aber man macht sie (ob das gut ist, ist ein anderes Thema). Weil man sich mal ein Ziel gesetzt hat. Primäre Aufgaben haben eine wichtige Eigenschaft die Motivation nie bieten kann: man macht sie, unabhängig der emotionalen Lage oder Stabilität. Man macht sie weil man sie immer macht. Man macht sie weil man eine Gewohnheit aufgebaut hat.

Vertraue nicht auf Motivation – baue neue Gewohnheiten auf

Motivation kann eine tolle Sache sein. In dieser Phase des Jahres gibt es unglaublich viel Motivation. Aber man sollte sich nicht darauf verlassen. Denn sie ist eine Emotion – und wie viele andere Emotionen ist sie bald wieder weg, dann mal wieder da, dann mal wieder weg.

Versucht man jedoch sein Ziel unabhängig dieser Emotion zu betrachten, hat man eine Gewohnheit aufgebaut. Kein Mensch ist immer motiviert und mag jeden Tag das machen, was man machen müsste, um sein Ziel zu erreichen. Aber sich ausschließlich davon leiten zu lassen, führt dazu, dass man sein Ziel nicht erreichen wird.

Also…….wenn ihr in einem Monat nicht mehr motiviert seid, Sport zu machen, abzunehmen, zuzunehmen, ordentlicher zu sein, mehr zu machen, mehr relaxen…..was auch immer. Denkt über das Ziel nach – wenn ihr weiterhin der Meinung seid dass das Ziel eine Rolle spielt, dann macht was. Egal ob es euch grad passt oder nicht!

Baut Gewohnheiten auf, fragt euch gar nicht ob ihr grad Lust drauf habt. Emotionen kommen und gehen. Ergebnisse bleiben.

AUTOR: Thomas Barisich

Als ehemaliger Polizist und Leistungssportler hat sich Thomas 2013 entschlossen, das Crossfit WN zu eröffnen. Seitdem konnte er einige Erfolge sowohl als Athlet als auch als Coach verbuchen und darf sich zum Kreis der Top – Crossfit Athleten in Österreich zählen. Weiters ist Thomas für den sportlichen Ablauf der Hypertrophy zuständig.