10

SEPTEMBER 2018

Schwierigkeit: einfach
Dauer: 10 Minuten
Thema: Yoga, Recovery, Flexibility

AUTOR: Lisa Hanakamp

Lisa ist Yoga Lehrerin (200 hrs) und Gründerin von Maktub Yoga.
„Ich habe Yoga in meinem Auslandsjahr in Spanien entdeckt. In einem anderen Land zu leben gibt einem die Möglichkeit sich kennen zu lernen und neu zu definieren. Außerdem ist Zeit neue Dinge auszuprobieren. Also fing ich mit Yoga an. Plötzlich fand ich den langersehnten Fokus und aus Chaos wurde Ordnung. Durch Yoga lernst du nicht nur deinen Körper kennen, du befasst dich auch mit deinem Geist und durch die Hilfe des Yogalehrers wirst du Schritt für Schritt angeleitet beides in Balance zu bringen. Ich bin ein Fitness-Fan. Ich will meinen Körper fit halten, allerdings nur mit Sinn und Verstand. Deswegen Yoga.“

Yoga für Crossfitter – The Whys

Yogis und Crossfitter haben viel gemeinsam. Sie alle beschäftigen sich intensiv mit dem eigenen Körper, wenn auch auf ganz unterschiedliche Art und Weisen. Ein Crossfitter trainiert hart. Jedes Mal wird an den eigenen Grenzen gearbeitet – gute Resultate sowie Teamspirit motivieren zum Weitermachen. Das regelmäßige Training baut Muskeln aber auch das Selbstbewusstsein auf. Yogis haben eine ähnliche Disziplin für Training, auch wenn das Ziel ein ganz anderes ist. Durch eine ständige Yogapraxis wird auch hier am eigenen Körper gearbeitet, jedoch ohne dem Bedürfnis sich mit anderen zu messen. Als Yogalehrerin und Crossfit-Fan bin ich der Meinung die Kombination aus beidem bietet die besten Voraussetzungen für ein gesundes und ausgeglichenes Leben mit mentaler Stärke und fittem Körper.

Warum Crossfit dein Leben verändert muss ich nicht erklären. Wieso Yoga dich in deinem Training und Leben noch weiter unterstützen kann, vielleicht doch. Yoga ist ein absoluter Trend. Die, ursprünglich spirituelle, aus Indien stammende Tradition fand ihren Weg bereits vor vielen Jahrzenten in die westliche Welt. Anfangs gab es eine einzige Yoga Asana (Position), den Schneidersitz. Durch langes Meditieren in dieser Position suchten Yogis den Weg zur Erleuchtung oder anders gesagt einen Geisteszustand der Ruhe und Zufriedenheit. Das mag sehr esoterisch klingen, doch findet man den Wunsch nach „einfach glücklich sein“ auch in der heutigen Zeit. Stress abbauen, nicht so viel nachdenken, sich nicht dauernd beschweren oder vergleichen sind durchaus Dinge die so manch einer gerne erreichen würde. Doch nicht nur das. Im alten Indien schon wurden Yogapositionen als Alternativ-Medizin angewendet. Menschen die sich keinen Arzt leisten konnten versuchten mit der Körperarbeit ihr Wohlbefinden wieder zu erlangen. Rückbeugen gegen einen schmerzenden Rücken nach tagelanger Feldarbeit, Twists bei Verdauungsproblemen und Umkehrhaltungen zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems und gegen Ängste. Yoga bietet also Hilfe zur Selbstheilung, heute wie damals. In der heutigen Zeit steht vor allem der körperliche Aspekt von Yoga im Vordergrund. Man beginnt weil man flexibler werden möchte, weil der Rücken wehtut oder weil man tolle Tricks können will, doch am Ende bleibt man dabei weil Yoga einfach guttut. Disziplin und Fokus, die ein ernsthafter Athlet immer brauchen kann, werden nebenbei auch noch geübt. Wie Crossfit wird auch Yoga unweigerlich zum Lifestyle. Es wird Zeit für das regelmäßige Training geschaffen, die Ernährung wird umgestellt und ein Durchhaltevermögen entwickelt sich. Für Athleten essentiell um das Training und Wettkämpfe zu meistern. Yoga kann durchaus helfen diese mentale Stärke zu üben und zu verinnerlichen.

Nun aber zu den Fakten und Details und zur Erklärung warum Yoga dir als Sportler zu mehr Leistung verhelfen kann. Yoga Asanas, wenn sie klug und ausgewogen praktiziert werden, haben folgende positive Wirkung auf dich und deinen Körper: Du verbesserst deine Flexibilität, Kraft, Kraftausdauer und Schnellkraft, deine Koordination und den Gleichgewichtssinn. Weiteres wird deine Grundkörperspannung erhöht und deine Kondition unterstützt. Durch bewusstes Atmen (ja, Atmen ist wichtig!) kannst du die Sauerstoffaufnahme beeinflussen und so nicht nur dein Energielevel anheben, sondern auch die Regernation und Heilung fördern. Im Allgemeinen beugt eine regemäßige Yogapraxis Verletzungen vor und reduziert Stress. Das kann dir helfen dich in deinem Training besser zu fokussieren und mit entspanntem Geist bessere Leistung zu erzielen. Immer mehr Top-Athleten bauen Yoga in ihr Training ein, denn aus physiologischer Sicht machen die Asanas ziemlich Sinn. Kraftsport und der dazugehörige Muskelaufbau können, bei unzureichender Dehnung, zu einem Anstieg des Muskeltonus führen, was bei so manchen Übungen hinderlich sein kann. Der Aspekt Flexibilität lässt daher erfahrene Crossfitter aufhorchen, bedeutet eine bessere Flexibilität nämlich einen Vergrößerten Bewegungsradius, den Bereich in dem eine Bewegung kontrolliert und sicher ausgeführt werden kann. Sofort denke ich an Gewichtheben und zum Beispiel ein bewegliches aber kräftiges Schultergelenk, oder auch Hüfte, Füße und Knie. Simples Stretching reicht hierfür aber oft nicht. Die Art und Weise der Dehnung eines Muskels spielt eine zentrale Rolle. Yoga arbeitet mit integrierter Dehnung. Hier werden einzelne Muskelgruppen nicht getrennt voneinander gedehnt, sondern eine ganze Anzahl von großen Muskeln und kleinen Stabilisierungsmuskeln werden zusammen mit dem Bindegewebe gestreckt und stimuliert. Hier ist eine bewusste Atmung nicht nur wichtig sondern unbedingt notwendig. Unsere Atmung verrät viel über unseren körperlichen Zustand, wie zum Beispiel Kondition, aber auch über Emotionen und den geistigen Zustand. Mit der Atmung können wir unseren Körper beeinflussen, beispielsweise ihm das Zeichen zum Entspannen geben aber ihn nutzen um tiefer in eine Position zu gehen.

Neben Dehnbarkeit und Mobilität wird mit Yoga auch Kraft generiert. Der Körper reagiert auf wiederkehrenden Reiz mit Anpassung. Diesen Vorgang nennt man Training und findet sich im Crossfit sowie im Yoga. Wenn eine Übung oft genug wiederholt wird, verbessert sich die Fähigkeit diese auszuführen. Durch eine aktive Yogapraxis entwickelt sich eine intelligente Kraft und Kraftausdauer. Die meisten Asanas sind so komplex, dass sie einen Muskel dehnen und gleichzeitig in voller Streckung beanspruchen. Im Gegensatz dazu verkürzt konventionelles Krafttraining den Muskel eher und vergrößert seinen Umfang. Dadurch wird der Bewegungsradius eingeschränkt und die Verletzungsanfälligkeit für Zerrungen oder Risse steigt.

Wenn diese Argumente dich nicht überzeugt haben, dann probiere am besten eine Yoga-Einheit aus und lass dich überraschen. Lerne deinen Körper auf eine neue Art und Weise kennen und genieße ein neues Lebensgefühl. Yoga-Neulinge, die sich leicht von „esoterischen Maßnahmen“ abgeschreckt fühlen, sollten am besten moderne Yogastile ausprobieren. Vinyasa Flow (fließend und anstrengend), Aerial Yoga (in einer Hängematte) oder Bikram Yoga (bei 38 Grad Celsius) bieten körperliche Anstrengung sowie Dehnung und Entspannung in einem. Außerdem macht es mega Spaß! Yoga ist, wie Crossfit, ein Lifestyle. Wir haben sogar denselben Dresscode! Du kannst also mit deinem Crossfit Outfit auch gleich eine Yogastunde besuchen.

Mehr Informationen zu Lisa findet ihr hier:
https://www.maktub-yoga.com/
https://www.facebook.com/maktubyog
https://www.instagram.com/maktubyoga/

10

SEPTEMBER 2018

Schwierigkeit: einfach
Dauer: 10 Minuten
Thema: Yoga, Recovery, Flexibility

Yoga für Crossfitter – The Whys

Yogis und Crossfitter haben viel gemeinsam. Sie alle beschäftigen sich intensiv mit dem eigenen Körper, wenn auch auf ganz unterschiedliche Art und Weisen. Ein Crossfitter trainiert hart. Jedes Mal wird an den eigenen Grenzen gearbeitet – gute Resultate sowie Teamspirit motivieren zum Weitermachen. Das regelmäßige Training baut Muskeln aber auch das Selbstbewusstsein auf. Yogis haben eine ähnliche Disziplin für Training, auch wenn das Ziel ein ganz anderes ist. Durch eine ständige Yogapraxis wird auch hier am eigenen Körper gearbeitet, jedoch ohne dem Bedürfnis sich mit anderen zu messen. Als Yogalehrerin und Crossfit-Fan bin ich der Meinung die Kombination aus beidem bietet die besten Voraussetzungen für ein gesundes und ausgeglichenes Leben mit mentaler Stärke und fittem Körper.

Warum Crossfit dein Leben verändert muss ich nicht erklären. Wieso Yoga dich in deinem Training und Leben noch weiter unterstützen kann, vielleicht doch. Yoga ist ein absoluter Trend. Die, ursprünglich spirituelle, aus Indien stammende Tradition fand ihren Weg bereits vor vielen Jahrzenten in die westliche Welt. Anfangs gab es eine einzige Yoga Asana (Position), den Schneidersitz. Durch langes Meditieren in dieser Position suchten Yogis den Weg zur Erleuchtung oder anders gesagt einen Geisteszustand der Ruhe und Zufriedenheit. Das mag sehr esoterisch klingen, doch findet man den Wunsch nach „einfach glücklich sein“ auch in der heutigen Zeit. Stress abbauen, nicht so viel nachdenken, sich nicht dauernd beschweren oder vergleichen sind durchaus Dinge die so manch einer gerne erreichen würde. Doch nicht nur das. Im alten Indien schon wurden Yogapositionen als Alternativ-Medizin angewendet. Menschen die sich keinen Arzt leisten konnten versuchten mit der Körperarbeit ihr Wohlbefinden wieder zu erlangen. Rückbeugen gegen einen schmerzenden Rücken nach tagelanger Feldarbeit, Twists bei Verdauungsproblemen und Umkehrhaltungen zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems und gegen Ängste. Yoga bietet also Hilfe zur Selbstheilung, heute wie damals. In der heutigen Zeit steht vor allem der körperliche Aspekt von Yoga im Vordergrund. Man beginnt weil man flexibler werden möchte, weil der Rücken wehtut oder weil man tolle Tricks können will, doch am Ende bleibt man dabei weil Yoga einfach guttut. Disziplin und Fokus, die ein ernsthafter Athlet immer brauchen kann, werden nebenbei auch noch geübt. Wie Crossfit wird auch Yoga unweigerlich zum Lifestyle. Es wird Zeit für das regelmäßige Training geschaffen, die Ernährung wird umgestellt und ein Durchhaltevermögen entwickelt sich. Für Athleten essentiell um das Training und Wettkämpfe zu meistern. Yoga kann durchaus helfen diese mentale Stärke zu üben und zu verinnerlichen.

Nun aber zu den Fakten und Details und zur Erklärung warum Yoga dir als Sportler zu mehr Leistung verhelfen kann. Yoga Asanas, wenn sie klug und ausgewogen praktiziert werden, haben folgende positive Wirkung auf dich und deinen Körper: Du verbesserst deine Flexibilität, Kraft, Kraftausdauer und Schnellkraft, deine Koordination und den Gleichgewichtssinn. Weiteres wird deine Grundkörperspannung erhöht und deine Kondition unterstützt. Durch bewusstes Atmen (ja, Atmen ist wichtig!) kannst du die Sauerstoffaufnahme beeinflussen und so nicht nur dein Energielevel anheben, sondern auch die Regernation und Heilung fördern. Im Allgemeinen beugt eine regemäßige Yogapraxis Verletzungen vor und reduziert Stress. Das kann dir helfen dich in deinem Training besser zu fokussieren und mit entspanntem Geist bessere Leistung zu erzielen. Immer mehr Top-Athleten bauen Yoga in ihr Training ein, denn aus physiologischer Sicht machen die Asanas ziemlich Sinn. Kraftsport und der dazugehörige Muskelaufbau können, bei unzureichender Dehnung, zu einem Anstieg des Muskeltonus führen, was bei so manchen Übungen hinderlich sein kann. Der Aspekt Flexibilität lässt daher erfahrene Crossfitter aufhorchen, bedeutet eine bessere Flexibilität nämlich einen Vergrößerten Bewegungsradius, den Bereich in dem eine Bewegung kontrolliert und sicher ausgeführt werden kann. Sofort denke ich an Gewichtheben und zum Beispiel ein bewegliches aber kräftiges Schultergelenk, oder auch Hüfte, Füße und Knie. Simples Stretching reicht hierfür aber oft nicht. Die Art und Weise der Dehnung eines Muskels spielt eine zentrale Rolle. Yoga arbeitet mit integrierter Dehnung. Hier werden einzelne Muskelgruppen nicht getrennt voneinander gedehnt, sondern eine ganze Anzahl von großen Muskeln und kleinen Stabilisierungsmuskeln werden zusammen mit dem Bindegewebe gestreckt und stimuliert. Hier ist eine bewusste Atmung nicht nur wichtig sondern unbedingt notwendig. Unsere Atmung verrät viel über unseren körperlichen Zustand, wie zum Beispiel Kondition, aber auch über Emotionen und den geistigen Zustand. Mit der Atmung können wir unseren Körper beeinflussen, beispielsweise ihm das Zeichen zum Entspannen geben aber ihn nutzen um tiefer in eine Position zu gehen.

Neben Dehnbarkeit und Mobilität wird mit Yoga auch Kraft generiert. Der Körper reagiert auf wiederkehrenden Reiz mit Anpassung. Diesen Vorgang nennt man Training und findet sich im Crossfit sowie im Yoga. Wenn eine Übung oft genug wiederholt wird, verbessert sich die Fähigkeit diese auszuführen. Durch eine aktive Yogapraxis entwickelt sich eine intelligente Kraft und Kraftausdauer. Die meisten Asanas sind so komplex, dass sie einen Muskel dehnen und gleichzeitig in voller Streckung beanspruchen. Im Gegensatz dazu verkürzt konventionelles Krafttraining den Muskel eher und vergrößert seinen Umfang. Dadurch wird der Bewegungsradius eingeschränkt und die Verletzungsanfälligkeit für Zerrungen oder Risse steigt.

Wenn diese Argumente dich nicht überzeugt haben, dann probiere am besten eine Yoga-Einheit aus und lass dich überraschen. Lerne deinen Körper auf eine neue Art und Weise kennen und genieße ein neues Lebensgefühl. Yoga-Neulinge, die sich leicht von „esoterischen Maßnahmen“ abgeschreckt fühlen, sollten am besten moderne Yogastile ausprobieren. Vinyasa Flow (fließend und anstrengend), Aerial Yoga (in einer Hängematte) oder Bikram Yoga (bei 38 Grad Celsius) bieten körperliche Anstrengung sowie Dehnung und Entspannung in einem. Außerdem macht es mega Spaß! Yoga ist, wie Crossfit, ein Lifestyle. Wir haben sogar denselben Dresscode! Du kannst also mit deinem Crossfit Outfit auch gleich eine Yogastunde besuchen.

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AUTOR: Lisa Hanakamp

Lisa ist Yoga Lehrerin (200 hrs) und Gründerin von Maktub Yoga.
„Ich habe Yoga in meinem Auslandsjahr in Spanien entdeckt. In einem anderen Land zu leben gibt einem die Möglichkeit sich kennen zu lernen und neu zu definieren. Außerdem ist Zeit neue Dinge auszuprobieren. Also fing ich mit Yoga an. Plötzlich fand ich den langersehnten Fokus und aus Chaos wurde Ordnung. Durch Yoga lernst du nicht nur deinen Körper kennen, du befasst dich auch mit deinem Geist und durch die Hilfe des Yogalehrers wirst du Schritt für Schritt angeleitet beides in Balance zu bringen. Ich bin ein Fitness-Fan. Ich will meinen Körper fit halten, allerdings nur mit Sinn und Verstand. Deswegen Yoga.“